Geschichte des Dorfes

Rehringhausens erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1409. Land- und Waldwirtschaft sowie Kupferbergbau waren die damaligen Einnahmequellen, um die tägliche Ernährung zu sichern. Mit den gewonnenen Produkten konnte die Pacht des Hofes und der Ländereien beglichen werden.

In den laufenden Jahrhunderten vergrößerte sich das Dorf ständig. Zum einen lag es am Bergwerk Kupferseifen, wo viele Dorfbewohner einen sicheren Arbeitsplatz im Bergwerk oder in der Verhüttung fanden, zum anderen auch an der Durchgangsstraße, die von Olpe nach Bilstein führte. Diese Straße stand vermutlich auch in Zusammenhang mit dem Kirchenpatron St. Nikolaus, denn Nikolaus-Kirchen wurden immer an wichtigen Fuhrstrecken oder Handelsstraßen gebaut.

Eine besondere Tradition hat bis heute ihren „Platz im Leben“: die alten Haus- und Familiennamen. Sie entstanden in plattdeutscher Sprache aus Berufen, Grundstückslagen oder Vor- und Zunamen der Rehringhauser Vorfahren. Da viele Familien den gleichen Nachnamen tragen, geben sie den einzelnen Familienzweigen eine eigene Identität.

Über 30 dieser Hausnamen befinden sich mittlerweile an den dazugehörigen Häusern. Beginnend mit der Teilnahme am 1987 durch das Amt für Agrarordnung beantragten Dorfentwicklungsplan, wurden zwischenzeitlich zahlreiche Maßnahmen durch die engagierten Bürger und die Stadt Olpe durchgeführt mit dem Ziel, die Dorfentwicklung durch umweltschonende Infrastruktur-, Wirtschafts- und Siedlungsentwicklungen unter Berücksichtigung der land- und forstwirtschaftlichen Verhältnisse nachhaltig zu fördern.

Die Entwicklung des Dorfbildes in Rehringhausen soll auch künftig unter Beachtung der historischen Bausubstanz und mit Kontinuität in der Gestaltung fortgeführt werden.